Erstes Repair-Café im städtischen Jugendzentrum Hängematte

Was macht man mit einem Toaster, der nicht mehr funktioniert? Oder mit einem Fahrrad, bei dem das Rad schleift? Im städtischen Jugendzentrum Hängematte drehte sich beim ersten Repair Café alles ums Reparieren.

Es standen verschiedene ehrenamtliche Reparateure zur Verfügung, um kostenlos bei allen möglichen Reparaturen zu helfen. Besucher des Repair Cafés brachten ihre defekten oder funktionsuntüchtigen Gegenstände, wie zum Beispiel Toaster, Fahrrad, Kleidung oder Handys von Zuhause mit und versuchten gemeinsam mit den freiwilligen Helfern die Gegenstände wieder in Ordnung zu bringen. Dabei ging es immer auch um Hilfe zur Selbsthilfe. Den Besuchern sollte gezeigt werden, wie sie beim nächsten Mal einfache Reparaturen selber durchführen können.

Mit der nicht-kommerziellen Veranstaltung „Repair Café“, deren Ziel die Verlängerung der Nutzungsdauer von Gebrauchtgeräten ist, wendet sich das Zentrum für Erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) gegen die Wegwerfgesellschaft. Es soll unnötiger Müll vermieden und die Umwelt sowie wertvolle Ressourcen geschont werden. Außerdem wird durch eine Reparatur auch Geld eingespart und der CO2-Ausstoß reduziert. Darüber hinaus können Besucher des Repair Cafés neue Kontakte knüpfen, indem sie gemeinsam mit den Ehrenamtlichen tüfteln und reparieren oder sich mit anderen Teilnehmern an der Kaffeetheke austauschen.

ZEN-Geschäftsführer Gerhard Kopf findet das Konzept des Repair Cafés wichtig: „In Deutschland werfen wir unfassbar viel weg. Auch Gegenstände, denen fast nichts fehlt und die nach einer einfachen Reparatur wieder ordentlich zu gebrauchen wären. Leider steckt das Reparieren vielen Menschen nicht mehr im Blut. Mit dem Repair Café wollen wir das ändern. Wir wollen damit vor allem zeigen, dass Reparieren Spaß macht und oft ganz einfach ist.“

Bilder: Zentrum für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit (ZEN) Ensdorf

Fangen Sie einfach an zu tippen