STADTMUSEUM

Geschichte sichtbar gemacht
  • Edith ZimmermannLeiterin Stadtmuseum

Das Stadtmuseum ist seit dem 1. Juni 2020 wieder regulär geöffnet.

Modernes Museum in historischen Gebäuden

Der Eisenerzbergbau und eine unverwechselbare, über 1.200 Jahre zurückreichende Kulturgeschichte – diese zwei Faktoren haben die Entwicklung der Stadt Sulzbach-Rosenberg und der sie umgebenden Region bis heute geprägt. Beide Elemente veranschaulicht das Stadtmuseum in seinen reizvoll verwinkelten Räumlichkeiten zweier spätmittelalterlicher Gebäudekomplexe auf einer Fläche ca. 950 m². Kernpunkte sind die historische Entwicklung von Fürstentum und Stadt Sulzbach, das Sulzbacher Simultaneum als Beispiel religiöser Toleranz und politischen Weitblicks, sowie die Geschichte des Bergbaus und Hüttenwesens (Maxhütte).

Die Anfänge als Heimatmuseum

Der vom evangelischen Stadtpfarrer Dr. Richard Pfeiffer gegründete “Verschönerungsverein für Sulzbach und Umgebung” fasste 1904 den Beschluss zur Gründung eines Museums, und bereits 1907 eröffnete das Heimatmuseum im Historischen Rathaus. Nach wechselnden Standorten, unter anderem seit 1934 in der Synagoge und seit 1959 im Schloss, befindet sich das Museum seit 1986 in den historischen Gebäuden Neustadt 14-16 im Herzen der Sulzbacher Altstadt.

Spätmittelalterliche Gebäude als neuer Standort

Die ältesten Teile der Neustadt 14 und 16 gehen auf die Mitte des 14. Jahrhunderts zurück, gebaut im Rahmen der Stadterweiterung unter Kaiser Karl IV. Die beiden Ackerbürgerhäuser gehörten zu den prächtigsten aus der damaligen Zeit. Sie waren bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts privat bewohnt, Gebäude Neustadt 14 beispielsweise im 16. Jahrhundert vom Landrichter Hans von Freudenberg. Die Stadt Sulzbach-Rosenberg erwarb 1980 die Gebäude für ihr Museum. Nach einer aufwändigen Sanierung wird hier heute spätmittelalterliche Wohnkultur wieder lebendig.

Modernes Museumskonzept

Mit der Fertigstellung des 2. Bauabschnitts erfolgte 1996 die Umbenennung in Stadtmuseum. Waren 1964 im Festsaal des Schlosses noch 1.134 Exponate ausgestellt, umfasst der Bestand heute etwa 10.000 Objekte. Ein Großteil wird auf Grundlage eines modernen Museumskonzeptes in der Dauerausstellung präsentiert. Daneben laden wechselnde Sonderausstellungen und zahlreiche Veranstaltungen immer wieder zu einem Besuch ein.

Text: Edith Zimmermann

Bitte beachten Sie die neuen Öffnungszeiten!

Stadtmuseum
Öffnungszeiten

Mittwoch bis Freitag
09.00 – 12.00 Uhr
13.30 – 16.30 Uhr

An Wochenenden
Samstag, Sonntag und Feiertag jeweils von 13:30 Uhr bis 16:30 Uhr

Eintrittspreise
  • Erwachsene: 1,50 Euro
  • Kinder u. Jugendliche von 6 – 15 Jahren: 0,50 Euro
  • Gruppen ab 20 Personen, Lehrer mit Ausweis, Schüler, Studenten, Wehrpflichtige, Senioren Schwerbehinderte: 1,– Euro

Schüler des Herzog-Christian-August-Gymnasiums beschäftigten sich in ihrem P-Seminar mit der modernen Vermittlung von Geschichte. Die Ergebnisse sind hier eingestellt.

Sonderausstellung

2. August bis 1. November 2020

„Es muss noch etwas Höheres geben“

Die Künstlerin und Pflanzenmalerin Hildegard Christ

 

Mit der berühmten Hildegard von Bingen (12. Jh.) teilt sie nicht nur den Vornamen, sondern auch die Liebe zur Natur und den Pflanzen: die Künstlerin und „Pflanzenmalerin“ Hildegard Christ (geb. 1919, geb. Müller). Geerbt hat sie diese Liebe von ihrem Großvater, königlich-bayerischer Hofgärtner, und ihrem Vater, Naturwissenschaftler und Biologe. Nach einem Kunststudium, unter anderem an der Münchener Akademie für angewandte Kunst (ab 1939) und einer anfänglichen Lehrertätigkeit, arbeitete sie nach Kriegsende 1945 schließlich als freischaffende Künstlerin.

Ihre brillanten und einfühlsamen Pflanzendarstellungen bereicherten seitdem unter anderem unzählige naturkundliche, medizinische und schulische Veröffentlichungen. So war sie seit den 1950er Jahren über zwei Jahrzehnte für den Bayerischen Schulbuchverlag in München tätig.

Bis ins hohe Alter war Hildegard Christ künstlerisch aktiv, so beispielsweise 1996 auf der Landesgartenschau in Amberg mit der Kunstdruckserie „Leben am Fluss”.

Auch Tierdarstellungen und andere Themen finden sich in ihrem Werk, aber besonders ihre feinsinnigen Pflanzenporträts bezeugen ihre Ehrfurcht vor der Harmonie der Schöpfung: „Es genügt, wenn den Betrachter ein Ahnen durchraunt und ein Gefühl ihm sagt: es muss noch etwas Höheres geben.” (Hildegard Christ).

 

Begleitprogramm

13. September 2020

Tag des offenen Denkmals 2020

 

Weitere Veranstaltungen in Planung

Nähere Informationen ab August 2020 in der Tagespresse, im Internet oder am Stadtmuseum.

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