Ein kommunales Klimaschutzwerk etabliert sich

 In Rathaus aktuell

24 Kommunen arbeiten zusammen, nicht nur um das Klima zu schützen,
sondern auch noch besseren Naturschutz und nukleare Sicherheit zu schaffen.
Ein solides Netzwerk verbindet dabei nun Bürgermeister und Engagierte über
Landkreise hinweg.

Die nördliche Oberpfalz nimmt den Klimaschutz in den Fokus: 24 Städte, Märkte
und Gemeinden gründen im Rathaus Hahnbach ein Kommunales
Klimaschutznetzwerk (KSN) und sichern sich mit diesem Zusammenschluss
553.542 Euro Fördermittel aus der nationalen Klimaschutzinitiative des
Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare
Sicherheit. Nächster Schritt ist die Ermittlung eines Netzwerkpartners, der im
Rahmen eines offenen Ausschreibungsverfahren ermittelt wird.

Ausgehend von einem Fördersatz von 60 Prozent betrage durch die zu
erbringenden Eigenmittel das Gesamtvolumen des Netzwerks rund 922.500
Euro, die für Beratungsleistungen in allen energetischen Themenstellungen
einer Kommune eingesetzt werden können, fasste Bürgermeister Bernhard
Lindner zusammen. „Die Rathäuser erhalten damit auf kurzem Weg Expertise in
allen erneuerbare Energiethemen für die Jahre 2026, 2027 und 2028.“ Der Markt
Hahnbach ist Zuwendungsempfänger, ausschreibende Stelle und somit der
Mittelverwalter für diesen Zusammenschluss.

In der Gründungsversammlung unterzeichneten alle Bürgermeister
beziehungsweise deren Bevollmächtigte die Gründungsurkunde, die die
Zusammenarbeit besiegelt. Dabei betonten alle Gemeindechefs in ihrer
Kurzvorstellung, dass kommunale Klimaschutzprojekte fortgeführt oder neue
Aufgabenstellungen explizit beleuchtet werden können. Einige Kommunen sind
seit Jahren Mitglieder in kleineren Netzwerken gewesen und aus Überzeugung
dem KSN Oberpfalz beigetreten.

 

Nächstes Treffen im April

Nach Durchführung des Vergabeverfahrens wird das nächste Netzwerktreffen
für den April 2026 angestrebt. Neben dem Markt Hahnbach sind die Gemeinden
Birgland, Ebermannsdorf, Edelsfeld, Freudenberg, Gebenbach, Hirschbach,
Kümmersbruck, Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg, Poppenricht, Ursensollen
und Wackersdorf, die Märkte Kastl und Königstein sowie die Städte Auerbach,
Grafenwöhr, Hirschau, Kemnath, Marktredwitz, Neunburg vorm Wald, Pfreimd,
Schnaittenbach, Sulzbach-Rosenberg und Tirschenreuth Netzwerkpartner. Das
Netzwerk spannt sich über die fünf Landkreise der nördlichen Oberpfalz mit
Amberg-Sulzbach, Neustadt an der Waldnaab, Schwandorf, Tirschenreuth und
Wunsiedel.
Das KSN verknüpft diese Kommunen zu einer vollkommen neuen
interkommunalen Arbeitsgemeinschaft mit dem Schwerpunkt Klimaschutz, so
Bürgermeister Bernhard Lindner in seiner Zusammenfassung. Bürgermeister
Stefan Frank von der Stadt Sulzbach-Rosenberg hat dazu bereits sein Rathaus
als nächsten Veranstaltungsort angeboten. Dort wird dann das erste
Netzwerktreffen stattfinden und der Netzwerkpartner aus dem
Ausschreibungsverfahren präsentiert werden.

 

Bild/Autor: MMA

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