Tourismustag Bayerischer Jura – Kloster Ensdorf

Bayerischer Jura – das sind die Landkreise Amberg-Sulzbach, Neumarkt i.d.OPf., Kelheim und der westliche Teil des Landkreises Regensburg. Gemeinsam vermarkten sie seit dem Jahr 2000 die Destination unter dem Dach des Tourismusverbandes Ostbayern. Im Rahmen des 8. Tourismustages des Bayerischen Jura am 15. März im Kloster Ensdorf bot sich für die geladenen Gastgeber, Touristiker und sonstigen Leistungsträger im Tourismusbereich die Gelegenheit sich zu vernetzen und sich gegenseitig auszutauschen.

Darüber hinaus wurden die Ergebnisse der DWIF-Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus“ von Dr. Michael Braun, Vorstand des Tourismusverbandes Ostbayern e.V.  präsentiert, Best-Practice Beispiele aus den Juralandkreisen vorgestellt und die Wichtigkeit von Barrierefreiheit im Tourismus mit dem Projekt “Reisen für Alle” aufgezeigt. Neben den vielen positiven Zahlen und Beispielen ging es in dem Vortrag von Herrn Hagen Melzer auch um die Herausforderungen und Probleme für den  Tourismus im ländlichen Raum. Dieser verfügt zwar über ausgezeichnete Naturräume, doch häufig auch über eine geringere Attraktionsdichte, einen kleinteiligen Beherbergungssektor und diverse Defizite wie beispielsweise im Online-Bereich oder aufgrund von Investitionsstau in der Qualität der Unterkünfte oder Infrastruktur. Demgegenüber wurde aber auch aufzeigt, welche touristische Chancen und Möglichkeiten sich der Region bieten. Wichtig hierbei seien Regionalität und Authentizität, aufgabenorientierte Netzwerkarbeit sowie Innovationen insbesondere im digitalen Bereich.

Tourismus als wichtiger Wirtschaftsfaktor bringt Wertschöpfung, schafft und sichert Arbeitsplätze und kann „einen wesentlichen Beitrag zur Daseinsvorsorge für die einheimische Bevölkerung leisten” betont Herr Melzer und ergänzt: „Tourismus hat für eine Region nicht nur eine wirtschaftliche Bedeutung, sondern sorgt gleichzeitig für mehr Lebensqualität der Einheimischen“

Daraufhin wurden die Gastgeber und Touristiker selbst zu Touristen. Das Nachmittagsprogramm bot die Möglichkeit bei einer geführten Besichtigung den Stephansturm oder das Kloster mit seinem Bildungshaus und Umweltstation kennenzulernen. Die Veranstaltungen und Angebote sind vielfältig und reichen von Konzerten, „Atem holen“ – eine Auszeit im Kloster nehmen über religiöse, ökologische und musische Bildungsinhalte bis hin zu dem tollen Projekt „Friedensglocken“. In Kriegszeiten wurde häufig Kirchenglocken eingeschmolzen und zu Kriegswaffen verarbeitet. Im Kloster Ensdorf geht man den umgekehrten Weg – aus Fliegerbomben aus dem 2. Weltkrieg werden wieder Glocken und erhalten damit eine neue Symbolik.

Die Mitarbeiterinnen im Bereich Tourismus Kerstin König und Martina Henke haben viele interessante Begegnungen und Eindrücke gewonnen und bedanken sich bei den Kollegen des Arbeitskreises Bayerischer Jura für die hervorragende Organisation und Durchführung des 8. Tourismustages.

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