Sängerin Christa Mayer erhält Kulturpreis der Stadt

Sie ist Ensemblemitglied der Dresdner Semperoper. Sie stand bei den Bayreuther Festspielen auf der Bühne und ist an allen großen internationalen Festspielhäusern zuhause. Christa Mayer ist eine Weltenbummlerin der klassischen Musik. Ihre Wurzeln in Sulzbach-Rosenberg vergisst sie dabei nie. Für ihr künstlerisches Wirken erhielt sie in einer Festsitzung des Stadtrates den Kulturpreis der Stadt.

Erster Bürgermeister Michael Göth betonte, dass Christa Mayer zu den berühmten Töchtern der Herzogstadt zähle. Der Stadtrat habe sie als Preisträgerin einstimmig bestätigt. Damit gehöre Mayer nun zu einem Kreis von bisher 18 Geehrten, seit der Kulturpreis 1974 erstmals verliehen wurde. Der Preis besteht aus einer Medaille und einer Urkunde. Er ist mit 1500 Euro dotiert.

Laudator Benedikt Boßle blickte auf die fast schon unzähligen Auszeichnungen und Preise der Geehrten zurück. Er konnte ihren Werdegang von Anfang an verfolgen. Mit viel Fleiß und Engagement habe sie es bis zur „Kammersängerin“ geschafft. Sie ist an allen internationalen Festspielhäusern und auf den großen Opernbühnen zuhause. Sie gehört seit 2001 zum Ensemble der Dresdner Semperoper sowie zum gesetzten Ensemble der Bayreuther Festspiele. Sie debütierte in Tokyo und „ihr Marathon geht weiter“. Dabei sei sie immer natürlich und bescheiden geblieben. Und habe ihre Heimat nie vergessen.

Das bewies die Geehrte mit ihren Dankesworten. Sie machte deutlich, dass sie an den Geschehnissen in Sulzbach-Rosenberg regen Anteil nimmt. Die Stadt habe mit dieser Preisverleihung in für die Kultur solch schwierigen Zeiten ein Zeichen gesetzt. Man könne stolz auf die hervorragenden kulturellen Einrichtungen wie die die Berufsfachschule für Musik, die Knorr von Rosenroth-Festspiele, das SRIMF, die Städtische Musikschule oder die Chöre der Kirchengemeinden sein. „Lassen Sie nicht zu, dass der Prophet hier im eigenen Land nichts gilt“, warnte Mayer davor, den Seidelsaal samt Archiv aus den Händen zu geben. „Das gehört hierher“, gab sie den politischen Entscheidungsträger mit auf den Weg.

Steffen Weber, Richard Hubert, Lisa Rendelmann, Tatjana Hubert und Lisa Milyukova von der Städtischen Sing- und Musikschule sorgten für den würdigen musikalischen Rahmen der Feierstunde. Die Preisträgerin selbst ließ es sich natürlich nicht nehmen, selbst eine Kostprobe ihres Könnens zu geben. Dabei hatte sie eine besondere Überraschung vorbereitet: Anlässlich des Jubiläums 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland und der feierlichen Fertigstellung der Sulzbacher Thorarolle sang sie ein hebräisches Wiegenlied.

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