Industriepark Duisburg Nord – ein Vorbild für das Maxhüttengelände?

Duisburg hat den Wandel geschafft – vom Stahlproduktionsstandort hin zum Gelände des florierenden Landschaftsparks Duisburg Nord. Natürlich ist solch eine Entwicklung auch für das Gelände der Maxhütte in Rosenberg wünschenswert. Aus diesem Grund hatte Erster Bürgermeister Michael Göth mit Ralf Winkels den Geschäftsführer des Landschaftsparks Duisburg Nord in die Stadtratssitzung vom Juli 2017 eingeladen, um aufzuzeigen, wie der Wandel funktionieren kann.   

Bürgermeister Göth führte in seinen einführenden Worten aus, dass es weiterhin großes Ziel ist, die Hochofenplaza der Maxhütte touristisch nutzen zu können. Natürlich könne Duisburg aber nicht als reine Blaupause für das Sulzbach-Rosenberger Stahlwerk hergenommen werden.

In seinem Vortrag ging Ralf Winkels, Geschäftsführer des Landschaftsparks Duisburg Nord, der gemeinsam mit seinem Kollegen Egbert Bodmann Gast in der Herzogstadt war, auf die Anfänge nach der Schließung des dortigen Thyssen-Stahlwerks 1985 ein. Damals hatte Duisburg ähnliche Probleme wie Sulzbach-Rosenberg nach der Schließung der Maxhütte – allerdings waren dort die Größenordnungen auch anders. So hat der gesamte Landschaftspark Duisburg eine Gesamtfläche von 180 ha, was natürlich deutlich größer als das Gelände der Maxhütte ist.

Das Land Nordrhein-Westfalen hatte 1989 die Initialzündung mit der Internationalen Bauausstellung und der dabei gegründeten „Route der Industriekultur“ gegeben; 1991 erfolgte der Baubeginn am Landschaftspark, bereits 1994 konnten die ersten Flächen für die Besucher teileröffnet werden. Weiterer Meilenstein war 1997 die Sanierung und der Umbau der Kraftzentrale zur Event-Location.

Ebenfalls im Jahr 1997 erfolgte die Gründung der Betreibergesellschaft, der Landschaftspark Duisburg-Nord GmbH.

Mittlerweile finden auf dem Gelände jährlich 275 verschiedene Veranstaltungen und 1.850 Gruppenführungen statt. Über 1 Mio. Besucher wurden 2016 elektronisch erfasst.

Der Landschaftspark Duisburg Nord bewegt ein jährliches Finanzvolumen von 6 Mio. €, wovon auf städtische Mittel der Stadt Duisburg 700.000 € als Zuschuss entfallen.

Eine solche Entwicklung wird schon allein aufgrund der Größe des Geländes nicht 1:1 auf Sulzbach-Rosenberg übertragbar sein. Außerdem, so der Tenor aus der anschließenden Diskussion, seien die Besitzverhältnisse der Maxhütte und die Unterstützung durch die Landesregierung doch schwieriger als damals in Duisburg.

Herr Winkels machte dem Sulzbach-Rosenberger Stadtrat dennoch gehörig Mut, das Alleinstellungsmerkmal Hochofen Maxhütte in Bayern zu einem touristischen und kulturellen Magneten entwickeln zu wollen.

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