„Unser Stadtmuseum im neuen Gewand“: P-Seminar des HCA-Gymnasiums stellt Ergebnisse vor

Jeder Schüler an einem bayerischen Gymnasium muss vor dem Eintritt in die gymnasiale Oberstufe je ein W-Seminar und ein P-Seminar aus dem Angebot der Schule wählen.

Während im W-Seminar die Arbeitstechniken zum Verfassen einer schriftlichen Arbeit unterrichtet wird, beschäftigt sich das P-Seminar sowohl mit der Orientierung in der beruflichen Arbeitswelt als auch mit einem Projektthema aus dem jeweiligen Fachbereich. Dazu werden externe Partner kontaktiert mit denen die jeweiligen Schüler bestimmte Aufträge abarbeiten sollen.

In einem Gespräch mit Bürgermeister Göth stellten die Schüler nun ihre Ergebnisse vor und überreichten dem Stadtoberhaupt eine Zusammenfassung ihrer Ergebnisse.

Das Seminar hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Situation des hiesigen Museums zu durchleuchten und Anknüpfungspunkte zu erkunden.

In Zusammenarbeit mit der Museumsleiterin entstanden Konzepte für einen Kinderweg durch das Museum und eine Museumsrallye sowie der Entwurf für einen neuen Flyer. An einem speziellen Museumstag konnten Grundschüler der GS Poppenricht zusammen mit Schülern des HCA-Gymnasium durch das Museum gehen und dazu ihre historischen Kenntnisse der Herzogstadt mittels eines GPS-Pfades erkunden. Auch an der Kulturnacht im Herbst 2017 waren Schüler des Gymnasiums im Einsatz als Museumsführer.

Weitere Projekte wie das Aufstellen von Hinweisschildern oder die Einführung einer Kombi-Eintrittskarte konnten zwar noch nicht realisiert werden, liegen aber bereit für eine Neuauflage des Seminars, die es im September 2018 geben wird.

Peter Lang, der Vorsitzende des Fördervereins informierte die Teilnehmer darüber, dass er die Aufstellung einer Multimediawand im neu gestalteten Vortragsraum verwirklichen will. Hierbei soll ein weiteres Arbeitsergebnis der Schülergruppe, Interviews mit insgesamt sechs Zeitzeugen, also ehemaligen Beschäftigten der Maxhütte eingebaut werden. Ludwig Nerb, der Leiter des Seminars ergänzte, dass gerade Entstehung, Existenz und schließlich der Konkurs der Maxhütte, die damit verbundenen sozialen und städtebaulichen Veränderungen bestimmt noch genügend Materialien für kommende Arbeitsgruppen bergen würden und die Relevanz der Maxhütte als Industrie-denkmal betonen.

Dieter Meyer, Schulleiter des Gymnasiums, zeigte sich im Gespräch mit den Teilnehmern und dem Bürgermeister erfreut über die erbrachten Leistungen und ermunterte die Schüler sich nicht von Rückschlägen abhalten zu lassen, sondern das Erreichte als solide Basis für weitere Unternehmungen zu betrachten.

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