Sonderausstellung Hildegard Christ verlängert bis 10.01.2021

2. August 2020 bis 10. Januar 2021

„Es muss noch etwas Höheres geben“

Die Künstlerin und Pflanzenmalerin Hildegard Christ

 

Mit der berühmten Hildegard von Bingen (12. Jh.) teilt sie nicht nur den Vornamen, sondern auch die Liebe zur Natur und den Pflanzen: die Künstlerin und „Pflanzenmalerin“ Hildegard Christ (geb. 1919, geb. Müller). Geerbt hat sie diese Liebe von ihrem Großvater, königlich-bayerischer Hofgärtner, und ihrem Vater, Naturwissenschaftler und Biologe. Nach einem Kunststudium, unter anderem an der Münchener Akademie für angewandte Kunst (ab 1939) und einer anfänglichen Lehrertätigkeit, arbeitete sie nach Kriegsende 1945 schließlich als freischaffende Künstlerin.

Ihre brillanten und einfühlsamen Pflanzendarstellungen bereicherten seitdem unter anderem unzählige naturkundliche, medizinische und schulische Veröffentlichungen. So war sie seit den 1950er Jahren über zwei Jahrzehnte für den Bayerischen Schulbuchverlag in München tätig.

Bis ins hohe Alter war Hildegard Christ künstlerisch aktiv, so beispielsweise 1996 auf der Landesgartenschau in Amberg mit der Kunstdruckserie „Leben am Fluss”.

Auch Tierdarstellungen und andere Themen finden sich in ihrem Werk, aber besonders ihre feinsinnigen Pflanzenporträts bezeugen ihre Ehrfurcht vor der Harmonie der Schöpfung: „Es genügt, wenn den Betrachter ein Ahnen durchraunt und ein Gefühl ihm sagt: es muss noch etwas Höheres geben.” (Hildegard Christ).

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