105. Geburtstag Altbürgermeister Hans Göth

Heute, am 10. Juni, wäre der 1994 verstorbene Altbürgermeister Hans Göth 105 Jahre alt geworden. 1. Bürgermeister Stefan Frank legt aus diesem Anlass ein Gesteck auf seinem Grab nieder.

Hans Göth war bereits seit 1960 Mitglied des Stadtrates der Stadt Sulzbach-Rosenberg. Am 09.03.1964 trat er, nach dem Tod seines Vorgängers Konrad Paulus, sein Amt als 1. Bürgermeister an. Die „Ära Göth“ währte 24 Jahre, bis 1988, als Gerd Geismann ihm nachfolgte. Als erstem Stadtoberhaupt nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ihm vom Stadtrat die Führung der Ehrenbezeichnung „Altbürgermeister“ ab 10.03.1988 genehmigt.

Seine Amtszeit war geprägt von überparteilichem, am Wohle aller orientiertem Wirken. Er war allseits geschätzt als volksnaher Kommunalpolitiker, den nichts so leicht aus der Ruhe bringt, und hat sich so das Vertrauen der Bürger erworben. Der frühere Regierungspräsident Dr. Emmerig nannte ihn einmal „eine der markantesten Bürgermeisterpersönlichkeiten in der Oberpfalz“.

Ab 1966 war er Mitglied des Kreistags Amberg-Sulzbach bzw. Sulzbach-Rosenberg (1966-1972).

Zu seinen herausragenden kommunalpolitischen Leistungen zählen unter anderem der Ausbau der Wasserversorgung und des Straßen- und Kanalnetzes, die Erweiterung des Krankenhauses, Erschließung von Bau- und Industriegebieten, Kläranlagenerweiterung, Hauptsammlersanierung, Querspangen-Bau, Umgehung Rosenberg, Fernwärmeversorgung, Gasversorgung, Einrichtungen der Naherholung, Stadtsanierung mit Bau der Tiefgarage usw.

Unzählige Bauwerke wie beispielsweise das Landratsamt in der Oberen Gartenstraße, die Sondervolksschule, das Waldbad, die Pestalozzischule, das Gymnasium, das Sulzbacher Feuerwehrgerätehaus, die Turnhalle Pestalozzischule, das Wohnungsbauprogramm Loderhof, das Rosenberger Hallenbad, sowie das Schulzentrum Krötensee entstanden während seiner Amtszeit.

Im kulturellen Bereich verdienen vor allem das Schulmuseum und das Literaturarchiv Erwähnung. Das Altstadtfest zieht nach wie vor alljährlich tausende Besucher an.

Auch schwierige Zeiten blieben natürlich nicht aus. Durch die Gebietsreform 1972 verlor Sulzbach-Rosenberg seinen Status als Kreisstadt. Die Klage der Stadt vor dem Verfassungsgericht scheiterte damals.

Die letzte Amtsperiode Hans Göths war überschattet von der sich verschärfenden Krise der Maxhütte. Nicht umsonst bezeichnete er den 16. April 1987, den Tag des Maxhütten-Konkurses, als den schwärzesten Tag in seiner Amtszeit. Jahrzehntelang war er bemüht, von der Monostruktur wegzukommen.

Hans Göth hat sich um die Stadt Sulzbach-Rosenberg verdient gemacht.

Die Stadt Sulzbach-Rosenberg wird ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.

Veröffentlicht: 10. Juni 2026 
Autor: Stadt
 Sulzbach-Rosenberg
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